Hochwasserschutz am Rhein

Der Rhein lagert bei jedem Hochwasser Feinsedimente und Sande in seinen Vorländern und am Damm ab. Dadurch reduziert sich der Abflussquerschnitt. In Extremfällen ist dadurch die Dammkrone der inneren Dämme um bis zu dreimal der ursprünglichen Breite von ca. 5 m auf bis zu 15 m angewachsen. Stetige Forderungen der Gemeinde diese Anlandungen in den Rheinvorländern und an den Dämmen zu entfernen, sind bisher entweder ungehört geblieben oder endeten in sporadischen Entfernungen von großen Ablagerungen in den Rheinvorländern, unmittelbar nach Hochwässern.
Mit Unterstützung des Landes Vorarlberg und dem zuständigen Gewässerreferent Rheinbauleiter der internationalen Rheinregulierung die nun großräumige Abtragung der Anlandungen in Auftrag gegeben. Gleichzeitig soll nun endlich auch der wiederholten Forderung der Gemeinde Fußach Rechnung getragen werden, indem regelmäßig auf konsequente Gehölzpflege geachtet wird.

Dem Beispiel der Schweiz folgend sollen künftig keine großen Gehölzstrukturen mehr entstehen. Diese wirken sich nämlich nachteilig durch den Wurzelausschlag auf die Stabilität des Dammes aus, erhöhen die Gefahr von Verklausungen und wirken sich abflusshemmend mit nicht gewünschten Ablagerungen aus. Die Räumung der Sandablagerungen erfolgte am Mitteldamm auf Fußacher Seite von der Rheinbrücke Fußach flussabwärts. Ebenso im Bereich der Staatsgrenze zur Schweiz bis zur Pipelinebrücke, sowie vom Zollamt Wiesenrain bis zum Fußballplatz der Austria Lustenau. 
Mit der Entfernung von ca. 22 m3 Material pro Laufmeter wurde eine kurzfristig machbare Einzelmaßnahme erfolgreich umgesetzt. Weitere Schritte zur Sicherung und Erhöhung der Abflusskapazität sind in Vorbereitung. Diese werden mit einer punktuellen Erhöhung des Außendammes im Bereich Fußach und mittelfristig mit einer notwendigen Erhöhung der Rheinbrücke Fußach – Hard erfolgen.
Jede Maßnahme zählt, wenn es um die Sicherheit im Falle eines Hochwassers geht