Auszug aus der Fussacher Dorfgeschichte

Der Name Fußach wird erstmals 840 als "Fossonas" genannt (Steuerverzeichnis des Klosters Pfäffers). Das Dorf, 1090 in einer Urkunde "Villa Fozzaha" benannt, hatte seine erste Blütezeit im Mittelalter.

Fußach war damals einer der wichtigsten Warenumschlagplätze im Bodenseeraum. Bereits im 11. Jahrhundert standen Schiffleute und Fuhrleute aus "Fozzaha" oder "Fuozza", wie der Name auch geschrieben wurde, in den Diensten verschiedener Grafen, Fürsten und Klöster Süddeutschlands.

mehr

Fussacher Kindergartengeschichte

Im Jahre 1964 wurde das neue Gemeindeamt eingerichtet; die Eröffnungsfeier fand im Frühjahr 1965 statt. Im September 1965 wurde der Kindergartenbetrieb in einer Räumlichkeit des Gemeindeamtes aufgenommen. Unter der Führung von Frau Hedi Konrad und Frau Gerda Schwarz wurden teilweise 40 - 44 Kinder betreut - Fotoaufnahmen eines Wandertages, sowie einer Nikolausfeier aus dem Jahre 1972 ....

mehr

Fussacher Schulgeschichte 1902 – 2013

Die Geschichte der Fußacher Volksschule ist im Wesentlichen von 4 Phasen geprägt. Die jeweiligen Schulleiter, früher nannte man sie Oberlehrer – heute Direktor, drückten ihrer Zeit immer den Stempel auf.

mehr

Schiffstaufe 1964

Am Morgen des 21. November 1964 fanden sich rund 1000 Menschen am Bahnhof Bregenz ein, um gegen die am selben Tag angesetzte Schiffstaufe zu protestieren.
Als der Sonderzug mit den Festgästen aus Wien im Bregenzer Bahnhof ankam, wurden diese mit Tomaten beworfen und ausgebuht.
Für die Festgäste stellte sich auch die weitere Anreise zur Fußacher Werft, bei der sich schließlich ca. 20.000 Demonstranten einfanden, beschwerlich dar.

Weitere Infos und Bilder

Goethe als Gast

Der berühmteste Fahrgast war Johann Wolfgang von Goethe. Er trat den Rückweg von seiner ersten Italienreise mit dem "Mailänder Boten" an und nächtigte am Montag, 12. Juni 1788, im Gasthaus "Krone" in Fußach.

Heute ist es das Haus Montfortstraße 2 neben der Kirche. Um das Jahr 1850 ging die Hochblüte der Gemeinde zu Ende. Der Bau des Bregenzer Hafens, vor allen Dingen aber die Bahnlinie Lindau-Bregenz und der Bau der Arlbergstrecke (Tunnelfertigstellung 1884) warfen Fußach wirtschaftlich zurück. Landwirtschaft und Fischerei waren nun die hauptsächlichen Erwerbsquellen. 

Rheindurchstich 1900

Die Hochwassergefahr war früher eine der Hauptsorgen der Rheindeltagemeinden. Von den vielen Rheinüberschwemmungen waren die folgenschwersten in den Jahren 1817, 1834, 1868, 1888 und 1890.

Mit der Schaffung des Fußacher Rheindurchstiches im Jahre 1900 wurde ein wirksamer Schutz gegen Rheinüberschwemmungen erreicht. Dies brachte Fußach um die direkte Verbindung zum Bodensee, denn die Dornbirner Ache, bis dahin Zufahrt zum Fußacher Hafen, wurde in ein anderes Bett gelegt und parallel zum neuen Rhein in den Bodensee geleitet. Wo ehemals der See eine Tiefe von 40 Meter hatte, wächst heute Auwald und steht eine Ferienhauskolonie (Schanz).

Die Burg zu Fussach

An die Burg zu Fußach erinnert lediglich noch der "Burghügel". 1390 starb Graf Rudolf, der letzte des Geschlechtes derer von Montfort-Feldkirch, auf dieser Burg.

Er hatte seinen Besitz zuvor an die Habsburger, also an Österreich abgetreten. Ein Vogt verwaltete die Burg im Auftrag der Habsburger. Im Appenzellerkrieg von 1460 wurde die Burg zerstört, wieder aufgebaut und 1799 ganz abgetragen. Die Steine wurden zum Bau des Blum’schen Hauses (Montfortstraße 10) und der Mühlwuhr verwendet.

Grossbrand von 1854

Benachteiligt war unsere Gemeinde einst durch die beinah jährlich auftretenden Hochwässer. 1854 vernichtete ein Großbrand 24 Häuser, den Pfarrhof, 18 Städel und die Pfarrkirche.

Der Neubau der Kirche St. Nikolaus wurde 1864 vollendet. 1976 musste das baufällige Gotteshaus abgebrochen werden, 1979 erfolgte die Weihe des neuen Pfarrzentrums.

Seit 1772 selbständig

Als selbständige politische Gemeinde entstand Fußach im Jahr 1772 mit damals ca. 400 Einwohnern durch die Gemeindeteilung von Höchst.

1938 bis 1945 wurden die drei Rheindeltagemeinden Fußach, Höchst und Gaißau zwangsweise zur Gemeinde "Rheinau" zusammengelegt. Sofort nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Fußach die politische Selbständigkeit zurück.