Auszug aus der Fußacher Dorfgeschichte

Der Name Fußach wird erstmals 840 als "Fossonas" genannt (Steuerverzeichnis des Klosters Pfäffers). Das Dorf, 1090 in einer Urkunde "Villa Fozzaha" benannt, hatte seine erste Blütezeit im Mittelalter.

Fußach war damals einer der wichtigsten Warenumschlagplätze im Bodenseeraum. Bereits im 11. Jahrhundert standen Schiffleute und Fuhrleute aus "Fozzaha" oder "Fuozza", wie der Name auch geschrieben wurde, in den Diensten verschiedener Grafen, Fürsten und Klöster Süddeutschlands.

Schon im 15. Jahrhundert lag der Transport von Waren und Reisenden zwischen Lindau und Mailand in den Händen der Botenanstalt "Spehler & Vis" (Weiss). Diese hatte ihren Sitz in Fußach und aus ihr ging 1823 die Spedition "Gebrüder Weiss" hervor. Ursprünglich besorgten Reiter den Postverkehr, später wurden auch Waren und schließlich Fahrgäste befördert.

An die Blütezeit des Transportwesens in Fußach erinnert noch die "Zuschg", die Lagerhalle für den Warenumschlag, die 1795 anstelle der früheren Holzhalle erbaut wurde. Sie steht an der Ferdinand-Weiß-Straße.

Im Jahr 2014 wurde dazu eine Sonderbriefmarke herausgegeben. (Siehe Abbildung)