Fussacher Schulgeschichte 1902 – 2013

Die Geschichte der Fußacher Volksschule ist im Wesentlichen von 4 Phasen geprägt. Die jeweiligen Schulleiter, früher nannte man sie Oberlehrer – heute Direktor, drückten ihrer Zeit immer den Stempel auf.

So kann die Fußacher Schulgeschichte in 4 Phasen unterteilt werden:

Johann Georg Helbock 1902 - 1945
eine Wechselphase 1945 - 1952
Bruno Jagg 1952 - 1987
Wilfried Maier 1987 - 2010
Karin Meier 2010 -

Äußerlich gesehen gab es in dieser Zeit einen Riesensprung von der verwahrlosten "Heideggerschule" mit 2 Klassen und Plumpsklo bis hin zur modernen komfortablen 8 klassigen Volksschule mit allen Sonderräumen.

Die Phase Johann Georg Helbock begann 1902 als dieser der Nachfolger des bewährten Lehrers und Schulleiters Rohner wurde. Da damals die Schule zweiklassig war, führte die 1. Klasse mit den "Kleinen" immer eine Schulschwester, die im oberen Stock des damaligen Gemeindeamtes ihre Wohnung hatte.

Die Wechselphase begann nach dem 2. Weltkrieg mit Michael Längle aus Höchst, der aus politischen Gründen strafversetzt nach Fußach wurde.

Ihm folgte Werner Grabherr aus Lustenau. Zum großen Problem wurde damals die fehlende Wohnung, sodass die Familie Grabherr vorübergehend im alten schlecht geheizten Pfarrhof wohnen musste.

Deswegen, aber auch wegen manch anderem Ärger, erkrankte Lehrer Grabherr und wurde in dieser Zeit von Edmund Küng – dem späteren Direktor der Hauptschule Hard Mittelweiherburg – abgelöst.

Lehrer Grabherr zog nach Lustenau und wurde später Direktor an der Hauptschule Lustenau Kirchdorf. In diese Wechselphase fällt auch die Lehrtätigkeit von Lehrer Höfle aus Wolfurt.

1952 wurde die Leiterstelle der VS Fußach erneut ausgeschrieben.

Es wurde ein junger, unvoreingenommener Lehrer gesucht, der wieder Schwung und Ruhe nach Fußach bringen sollte und das Amt fand diesen  im jungen  Bruno Jagg.

Mit ihm begann nun eine lange friedliche Entwicklung für die VS Fußach. Die ersten Jahre im heruntergekommenen alten Schulgebäude waren hart. Doch schon 1957 konnte die neue Schule, geplant von Architekt Ramersdorfer eröffnet werden.

Durch den starken Zuzug gab es bald Raummangel und so wurde von Architekt Jakob Albrecht ein Neubau und die Mehrzweckhalle errichtet.

In einem feierlichen Akt wurde die Schule 1969 durch den damaligen Landeshauptmann Ulrich Ilg eröffnet. Durch die Einführung des 2. Klassenzuges und der Eröffnung der Hauptschule Hard Mittelweiherburg verlor die VS Fußach die Oberstufe.

Bruno Jagg wurde für seine Verdienste um die Fußacher Schule zum Oberschulrat ernannt und bekam 1987 den Ehrenring der Gemeinde Fußach.

Wilfried Maier war bereits unter Direktor Bruno Jagg  Lehrer an der VS Fußach. 

1987 wurde Wilfried Maier zum Direktor der VS ernannt. In seine Dienstzeit fällt 1999 die Erneuerung und Erweiterung der Volksschule.
Unter Bgm. Ernst Blum wurde die Volksschule umgebaut und erweitert. Im Jahr 2000 konnten neue Klassenräume sowie ein Musik- und Zeichenraum neu bezogen werden. Ebenfalls entstanden neue Sanitärraume, das Direktorenzimmer und der Kulturraum.

10. September 1973 bis 31. August 2010

Wilfried Maier war in den 37 Jahren und davon 23 Jahre als Direktor der Volksschule Fußach ein verlässlicher Partner, sei es dem Schulerhalter gegenüber, dem Bezirks- oder Landeschulrat, aber was noch viel wichtiger war, dem Kollegium gegenüber. Und ganz besonders den vielen Schülern, war er eine hilfreiche Hand die immer da war, wenn sie gebraucht wurde. Darum wurde er von den Schülerinnen und Schüler nur mit "Herdi" angesprochen, das aber übrigens nur eine Abkürzung für "Herr Direktor" ist.

Im Jahr 2010 wurde Karin Meier zur neuen Direktorin der Volksschule Fußach ernannt.

Unterlagen von Harald Kuster, dankenswert zur Verfügung gestellt vom Dorfgeschichteverein Fussach